{"id":217,"date":"2020-11-12T19:55:00","date_gmt":"2020-11-12T19:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/faire-milch.ch\/wordpress\/?p=217"},"modified":"2022-09-22T10:15:31","modified_gmt":"2022-09-22T10:15:31","slug":"der-verkauf-profitiert-waehrend-der-bauer-verliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2020\/11\/12\/der-verkauf-profitiert-waehrend-der-bauer-verliert\/","title":{"rendered":"Der Verkauf profitiert w\u00e4hrend der Bauer verliert"},"content":{"rendered":"\n<p>Butter ist in der Schweiz dieses Jahr Mangelware. Die Branchenorganisation Milch (BOM) musste ihr Importgesuch auf 2&#8217;000 Tonnen Butter erh\u00f6hen. Doch was ist mit dem Produzentenmilchpreis? In der Medienmitteilung der BOM steht: &#8222;Das Milchpreismonitoring der Schweizer Milchproduzenten (SMP) weist f\u00fcr den August 2020 einen gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 3 Rappen h\u00f6heren Milchpreis f\u00fcr Molkereimilch aus. Die Produzenten profitieren damit von der knappen Marktsituation.&#8220; Doch der Monatsvergleich hinkt. Wenn man statt August den Monat September nimmt sieht die Situation anders aus.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>BIG-M weiss auch warum. Per 1.September 2019 wurde der Milchgeldabzug von 0,9 Rappen f\u00fcr den Fonds Regulierung nicht mehr gemacht, was zu einem 0,9 Rappen h\u00f6heren Milchpreis gef\u00fchrt hat (bzw. Gef\u00fchrt haben sollte). Und f\u00fcr den gr\u00fcnen Teppich wurde ebenfalls am 1.September 2019 ein Aufschlag auf der A-Milch von 3 Rappen pro Liter eingef\u00fchrt. Da aber zwei Monate zuvor etliche Schlaumeier-Milchk\u00e4ufer die Preise senkten, nur um nachher einen Aufschlag ausweisen zu k\u00f6nnen sp\u00fcrten die meisten Milchbauern von diesem Aufpreis wenig bis nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer Umfrage in unserem Bekanntenkreis sieht es sogar richtig sch\u00fctter aus, wenn man die Milchpreise von September 2019 und September 2020 miteinander vergleicht. Bei den gr\u00f6ssten Milchk\u00e4ufern ist der Milchauszahlungspreis (= Milchgeld geteilt durch Anzahl gelieferte Liter) in dieser Zeit nicht gestiegen, sondern sogar zwischen 0,5 und 2 Rappen gesunken!!! Von der Mangelsituation am Markt sp\u00fcren die Milchviehbetriebe rein gar nichts!<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Fazit: Mit wohlklingenden Pressemitteilungen kann die BOM vielleicht Medienschaffende abspeisen aber keine Probleme l\u00f6sen! BIG-M protestiert in aller Form dagegen, dass die BOM die Fakten nach ihrem Gusto interpretiert um von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Aufgabe der BOM w\u00e4re es daf\u00fcr zu sorgen, dass die Wertsch\u00f6pfung auf ALLEN Stufen der Milchkette gesteigert wird!!! Stattdessen schaut die BOM zu, wie die Zahl der Milchviehbetriebe nahezu im Gleichschritt mit der Zahl der K\u00fche in der Schweiz st\u00e4ndig abnimmt. Mit weiteren Leistungssteigerungen kann dies von den verbleibenden Betrieben vielleicht noch eine Zeitlang kompensiert werden, aber auf die Dauer geht das nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00f6konomisch, \u00f6kologisch und sozial nachhaltige Landwirtschaft ist nur m\u00f6glich, wenn die Milchb\u00e4uerinnen und Milchbauern an der Wertsch\u00f6pfung im Milchmarkt mitbeteiligt werden. Und zwar sofort!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit k\u00e4mpferischen Gr\u00fcssen&nbsp;<br>BIG-M<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Butter ist in der Schweiz dieses Jahr Mangelware. Die Branchenorganisation Milch (BOM) musste ihr Importgesuch auf 2&#8217;000 Tonnen Butter erh\u00f6hen. Doch was ist mit dem Produzentenmilchpreis? 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