{"id":231,"date":"2020-03-24T12:25:00","date_gmt":"2020-03-24T12:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/faire-milch.ch\/wordpress\/?p=231"},"modified":"2022-09-22T16:04:31","modified_gmt":"2022-09-22T16:04:31","slug":"vom-butterberg-zum-butterloch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2020\/03\/24\/vom-butterberg-zum-butterloch\/","title":{"rendered":"Vom Butterberg zum Butterloch"},"content":{"rendered":"\n<p>Jahrelang wurde mit dem Butterberg der tiefe Milchpreis gerechtfertigt. Inzwischen ist aus dem Butterberg ein Butterloch geworden. Die saisonbedingten Butterlager sind rund 2000 Tonnen tiefer als vor einem Jahr. Und schon vergangenes Jahr reichten die Butterlager ja nicht bis Ende Jahr. Das heisst, dass in diesem Jahr mindestens 2000 Tonnen Butter zus\u00e4tzlich importiert werden. Das bedeutet, dass &nbsp;40&#8217;000 Tonnen Milch nach wie vor im billigen B Segment verramscht werden statt sie im A Segment zu verarbeiten und zu verkaufen. Das sind rund 10 Millionen Franken, welche den Schweizer Milchproduzenten an Wertsch\u00f6pfung verloren gehen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aus den aktuell publizierten Milchpreisen geht klar hervor, dass auch in diesem Fr\u00fchling B Milch f\u00fcr unter 40 Rappen eingekauft wird. Bei einer Verwertung dieser Milch im A-Segment erg\u00e4be dies f\u00fcr den Bauern einen Mehrpreis von rund 25 Rappen pro Liter , ohne dass ein Produkt im Detailhandel deswegen teurer w\u00fcrde. Doch statt nun die Produktion von billigen B-Milch-Produkten zu reduzieren und daf\u00fcr Butter im A-Segment zu produzieren, bel\u00e4sst man die Milch im schlechten B- Segment und will dann einfach Butter aus dem Ausland importieren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verarbeiter geht die Rechnung auf: Sie haben ihre Marge sowohl im A- als auch im B-Segment. Mit dem Import von Butter l\u00e4sst sich einerseits noch zus\u00e4tzlicher Gewinn erzielen, w\u00e4hrend andrerseits die Auslastung der Anlagen f\u00fcr die \u00dcberschussverwertung gut bleibt. Dass dieser zus\u00e4tzliche Gewinn einmal mehr auf dem Buckel der Milchproduzenten erwirtschaftet wird, interessiert sie dabei nicht.<br>Eigentlich w\u00e4re die Branchenorganisation Milch dazu da, dass genau eine solche Vernichtung von Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Bauern nicht passiert. BIG-M fordert daher die Mitglieder dieser Organisation auf, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und daf\u00fcr zu sorgen, dass in den kommenden milchstarken Monaten die Herstellung von Produkten mit geringer Wertsch\u00f6pfung gestoppt und statt dessen koordiniert Butter f\u00fcr das Weihnachtsgesch\u00e4ft 2020 hergestellt wird!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit k\u00e4mpferischen Gr\u00fcssen&nbsp;<br>BIG-M<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrelang wurde mit dem Butterberg der tiefe Milchpreis gerechtfertigt. Inzwischen ist aus dem Butterberg ein Butterloch geworden. Die saisonbedingten Butterlager sind rund 2000 Tonnen tiefer als vor einem Jahr. Und schon vergangenes Jahr reichten die Butterlager ja nicht bis Ende Jahr. Das heisst, dass in diesem Jahr mindestens 2000 Tonnen Butter zus\u00e4tzlich importiert werden. 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