{"id":245,"date":"2019-10-10T09:13:00","date_gmt":"2019-10-10T09:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/faire-milch.ch\/wordpress\/?p=245"},"modified":"2022-09-22T16:01:41","modified_gmt":"2022-09-22T16:01:41","slug":"propaganda-fuer-aktuelle-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2019\/10\/10\/propaganda-fuer-aktuelle-agrarpolitik\/","title":{"rendered":"Propaganda f\u00fcr aktuelle Agrarpolitik?"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Forschungsanstalt Agroscope hat diese Woche die neusten Auswertungen der landwirtschaftlichen Buchhaltungen kommuniziert. Auch dieses Jahr t\u00f6nte dieser Bericht verd\u00e4chtig nach einem Werbespot f\u00fcr die Agrarpolitik des BLW! Die Einkommen sind gegen\u00fcber dem letzten Jahr gestiegen, heisst es. Doch genau das stimmt nur zum Teil. Bei den Milchproduzenten ist das n\u00e4mlich in weiten Bereichen nicht der Fall, das Aush\u00e4ngeschild der Schweizer Landwirt geh\u00f6rt je l\u00e4nger je mehr zu der am schlechtesten verdienendsten Sparte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das umfangreiche Zahlenmaterial best\u00e4tigt einen Trend, den BIG-M vorausgesagt hat: Nach der Umverteilung der Direktzahlungen in der AP 14\/17 sinken die Einkommen der Milchproduzenten im Talgebiet noch st\u00e4rker. Der Verdienst pro Familienarbeitskraft sinkt bei diesen Betrieben bedenklich: 2016 waren es 50339.- und 2018 waren nur noch 46592.- zum Vergleich: Der ausserlandwirtschaftliche Vergleichslohn liegt im Talgebiet bei 75&#8217;000 Franken pro Arbeitskraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Trend ist eindeutig: Die Milchproduzenten im Tal sind die gr\u00f6ssten Verlierer. Dieser Fakt wird leider im Bericht der Agroscope mit keiner Silbe erw\u00e4hnt. Er passt nicht so ins heile Bild. Aber es wirft ein schlechtes Bild auf das BLW, welches einfach wegschaut, wenn im Milchmarkt an den gesetzlichen Vorgaben vorbei gewurstelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck hat dies jetzt die Politik erkannt. Der St\u00e4nderat hat in der letzten Session einer Motion der WAK S mit einer einzigen Gegenstimme zugestimmt. Jetzt besteht tats\u00e4chlich eine Chance, dass sich die Situation bessern k\u00f6nnte. N\u00e4mlich dann, wenn die Motion vom Nationalrat ebenfalls gutgeheissen wird. Sie soll erm\u00f6glichen, dass die Bauern die Wahlm\u00f6glichkeit haben, ob sie billige B Milch f\u00fcr nicht einmal 45 Rappen liefern wollen oder nicht. Wer darauf verzichtet, hat dann f\u00fcr die restliche Milch einen besseren Gesamtpreis. Einzelne Vertreter der Molkereiwirtschaft und die BO-Milch (die ja angeblich die GANZE Milchbranche, also auch die Milchproduzenten vertritt!) haben bereits Opposition angemeldet. Sie wollen Marktanteile halten um jeden noch so tiefen Preis. Und der wird dem Bauern einfach diktiert, egal, ob dieser dann mit diesem Preis tagt\u00e4glich bares Geld verliert. Das muss jetzt ein Ende haben! Die Sklaverei ist schliesslich offiziell abgeschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit k\u00e4mpferischen Gr\u00fcssen&nbsp;<br>BIG-M<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Forschungsanstalt Agroscope hat diese Woche die neusten Auswertungen der landwirtschaftlichen Buchhaltungen kommuniziert. Auch dieses Jahr t\u00f6nte dieser Bericht verd\u00e4chtig nach einem Werbespot f\u00fcr die Agrarpolitik des BLW! Die Einkommen sind gegen\u00fcber dem letzten Jahr gestiegen, heisst es. Doch genau das stimmt nur zum Teil. 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