{"id":261,"date":"2018-10-16T09:35:00","date_gmt":"2018-10-16T09:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/faire-milch.ch\/wordpress\/?p=261"},"modified":"2022-09-22T15:58:04","modified_gmt":"2022-09-22T15:58:04","slug":"mehr-milchgeld-waere-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2018\/10\/16\/mehr-milchgeld-waere-moeglich\/","title":{"rendered":"Mehr Milchgeld w\u00e4re m\u00f6glich!"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gr\u00fcnf\u00fctterung der Milchk\u00fche geht langsam zu Ende. Spatestens jetzt fangen die Bauern an zu rechen, f\u00fcr wieviele K\u00fche der Futtervorrat diesen Winter reicht. Die Anzahl der Schlachtk\u00fche steigt nun an. Der Preis ist in der vergangenen Woche bereits markant gefallen. Im Sp\u00e4therbst steigen aber auch die Anzahl Abkalbungen. Die Preise f\u00fcr dreiw\u00f6chige Tr\u00e4nkk\u00e4lber ist ebenfalls deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Importe von Heu und Luzerne haben bis Ende August gegen\u00fcber dem Vorjahr um 60 000 Tonnen zugenommen, doch diese Importe kosten. Die Bauern sind in der Falle: Futterzukaufen ist teuer, K\u00fche verkaufen bringt wenig ein. Und der Milchpreis?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br>Gem\u00e4ss Beschluss der Branchenorganisation Milch BOM bleibt der Preis f\u00fcr A Milch nach wie vor unver\u00e4ndert bei 68 Rappen. Doch dieser Preis ist reine Augenwischerei: Denn der Milchpreis, der an die Bauern ausbezahlt wird, wird bei den meisten Milchk\u00e4ufern auf den 1. November (z.B. minus 4 Rappen bei Mooh und Arnold) gesenkt. F\u00fcr die meisten Bauern liegt dieser nun wieder deutlich unter 60 Rappen. Bei vielen sogar unter 55 Rappen. Der ausbezahlte Milchpreis ist eben eine Mischung aus verschiedenen Verwertungsarten. Der schlechteste Preis resultiert f\u00fcr Milch, f\u00fcr die keine Nachfrage besteht und welche irgendwie im Ausland entsorgt werden muss. Sei es als Milchpulver, Butter oder fettarmer K\u00e4se. Dabei schauen nicht einmal 40 Rappen Milchpreis heraus. Bei diesen &#8222;Verwertungen&#8220; verlieren die Bauern reines Bargeld. Sie m\u00fcssen diese Milch aber trotzdem liefern, weil ihnen diese Milch in den meisten F\u00e4llen einfach Anteilsm\u00e4ssig in Prozenten abgerechnet wird! F\u00fcr diese Dumpingexporte hat die BOM einen eigenen Begriff geschaffen: &#8222;Ausregulierung&#8220;. Die BOM hat es bis heute nicht geschafft, dass die Bauern endlich einen Milchkaufvertrag bekommen, welcher ihnen ohne jegliche Sanktion die Wahl liesse, ob sie Milch f\u00fcr nicht einmal 40 Rappen \u00fcberhaupt liefern wollen. F\u00fcr viele Milchviehbetriebe w\u00e4re die Situation wesentlich besser, wenn sie auf die Lieferung von \u00fcbersch\u00fcssiger Ramschmilch verzichten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist: Wenn die Lieferung von \u00dcberschussmilch freiwillig w\u00e4re, h\u00e4tten die Bauern einen deutlich besseren ausbezahlten Mischpreis. F\u00fcr die Konsumenten bliebe der Preis unver\u00e4ndert wie bisher. Weil die \u00fcbersch\u00fcssige Milch h\u00e4ufig noch mit Staatsgeldern verarbeitet wird, k\u00f6nnten dabei sogar noch hunderttausende von Steuerfranken gespart werden. Von einer ungez\u00fcgelten Milchproduktion profitieren einzig der Milchhandel und die Verarbeiter. Und die haben bis heute alle Anl\u00e4ufe f\u00fcr einen geregelten Milchmarkt in der BOM erfolgreich abgeblockt. Vielleicht \u00e4ndert sich das ja, wenn BOM Pr\u00e4sident Hegglin in den Bundesrat gew\u00e4hlt wird und ein neuer Pr\u00e4sident endlich in diesem Laden aufr\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit k\u00e4mpferischen Gr\u00fcssen&nbsp;<br>BIG-M<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnf\u00fctterung der Milchk\u00fche geht langsam zu Ende. Spatestens jetzt fangen die Bauern an zu rechen, f\u00fcr wieviele K\u00fche der Futtervorrat diesen Winter reicht. Die Anzahl der Schlachtk\u00fche steigt nun an. Der Preis ist in der vergangenen Woche bereits markant gefallen. Im Sp\u00e4therbst steigen aber auch die Anzahl Abkalbungen. 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