{"id":37,"date":"2022-01-22T16:30:00","date_gmt":"2022-01-22T16:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/faire-milch.ch\/wordpress\/?p=37"},"modified":"2022-09-22T10:10:50","modified_gmt":"2022-09-22T10:10:50","slug":"zum-hundertsten-mal-ohne-kostendeckung-gibt-es-auf-die-dauer-keine-nachhaltige-milchproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2022\/01\/22\/zum-hundertsten-mal-ohne-kostendeckung-gibt-es-auf-die-dauer-keine-nachhaltige-milchproduktion\/","title":{"rendered":"Zum hundertsten Mal: Ohne Kostendeckung gibt es auf die Dauer keine nachhaltige Milchproduktion!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuell stark ansteigenden Kosten von Energie, D\u00fcnger, Futtermitteln usw setzen den Milchviehbetrieben massiv zu. Eine rasche und markante Milchpreiserh\u00f6hung ist unbedingt n\u00f6tig, wenn weitere Betriebsaufgaben verhindert werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider steigen bis jetzt im In &#8211; und Ausland nur die Preise f\u00fcr Milchprodukte. Bei den Milchbauern kommt hingegen davon wenig bis nichts an. Im Gegenteil: Bereits ab Februar ist bei uns mit den \u00fcblichen Preisreduktionen zu rechnen, da die Verarbeiter diese seit Jahren eingeplant haben. Es wird lieber Butter importiert, als die h\u00f6here Milchmenge im Fr\u00fchling zu Butter f\u00fcr das Inland zu verarbeiten. Welche Kosten bei der Produktion von Milch anfallen scheint in der Milchbranche niemand zu interessieren. Die fehlende Kostenwahrheit beim Milchpreis ist nun aber in der j\u00fcngsten Medienmitteilung des Milchverbandes Mitte Ost (VMMO) zum Thema geworden. Nach jahrelangem Wegschauen hat der Vorstand dieses Milchverbandes endlich erkannt, dass dies einen direkten Zusammenhang hat mit der grossen Zahl an Betriebsaufgaben. Und er fordert: &lt;&lt;Es ist h\u00f6chste Zeit, dass die Milchk\u00e4ufer endlich Preise bezahlen, welche die Kostenwahrheit und den Markt auch wirklich abbilden.&gt;&gt;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BIG-M begr\u00fcsst dieses Erwachen. &lt;&lt;Wenn ein so grosser Regionalverband Kostenwahrheit im Milchpreis fordert, dann ist das auch ein klares Signal Richtung SMP&gt;&gt;, stellt BIG-M Sekret\u00e4r Werner Locher fest, &lt;&lt;nun muss sich nach Jahren endlich auch unser Dachverband von seinen Illusionen verabschieden, dass der Markt f\u00fcr die Nachhaltigkeit der Milchproduktion sorgen wird.&gt;&gt; Denn ein Marktpreis in einem Markt mit vielen Produzenten und wenigen K\u00e4ufern (Oligopson) wird nach den Gesetzen der Marktwirtschaft nie die Produktionskosten decken! Damit ein kostendeckender Preis realisiert werden kann, braucht es von der Politik allgemeinverbindliche Regeln im Markt, an die sich alle halten m\u00fcssen. Leider haben in der Vergangenheit sowohl der VMMO wie auch der SMP in der Politik immer gegen solche Regeln lobbyiert. Das war kurzsichtig und r\u00e4cht sich in der jetzigen Situation.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der angezeigte Sinneswandel l\u00e4sst jedoch Hoffnung aufkeimen, dass jetzt ernsthaft und zielorientiert der Umbau der Milchpreisgestaltung angegangen wird. BIG-M hofft, dass auf diese Worte nun auch Taten folgen werden. In diesem Zusammenhang wird es auch n\u00f6tig, \u00fcber die personelle Zusammensetzung der Produzentenvertretung nachzudenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuell stark ansteigenden Kosten von Energie, D\u00fcnger, Futtermitteln usw setzen den Milchviehbetrieben massiv zu. 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