{"id":428,"date":"2024-07-10T03:58:05","date_gmt":"2024-07-10T03:58:05","guid":{"rendered":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/?p=428"},"modified":"2024-09-18T18:22:22","modified_gmt":"2024-09-18T18:22:22","slug":"inszenierte-milchpreissenkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/new.faire-milch.ch\/wordpress\/index.php\/2024\/07\/10\/inszenierte-milchpreissenkung\/","title":{"rendered":"Inszenierte Milchpreissenkung?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein altes Problem ist wieder aktuell: Der Butterberg. Aktuell liegen rund 8&#8217;000 Tonnen Butter im Lager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schuld an diesem Desaster sind nicht etwa die Produzenten, denn die Milchproduktion war 2023 tiefer als in den Vorjahren. F\u00fcr diesen Butterberg \u00a0sind zwei Gr\u00fcnde verantwortlich: 1. Es wurde statt K\u00e4se vermehrt Butter hergestellt und 2. Es wurde schlicht zuviel Butter importiert!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November 2022 hat die BOM entschieden, im Jahr 2023 3&#8217;000 Tonnen Butter zu importieren, um den erwarteten Buttermangel auszugleichen. Ein unverst\u00e4ndlicher Entscheid, den Fr\u00fchling mit der traditionell h\u00f6heren Butterproduktion nicht abzuwarten. Bereits Anfang M\u00e4rz 2023 zeigten die Butterlager eine stark steigende Tendenz. Es w\u00e4re eine Neubeurteilung der Lage n\u00f6tig gewesen. Stattdessen wurde an den Butterimporten festgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Fehler? Oder bewusstes Kalk\u00fcl? Fakt ist, die Milchproduzenten m\u00fcssen einmal mehr die Folgen dieses Entscheides alleine ausbaden!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aber im August 2023 passierte, schl\u00e4gt dem Fass den Boden aus. Gem\u00e4ss SMP Marktlagebericht vom Oktober 2023 lag die Butterproduktion von Januar bis August um 3222 Tonnen (+13,4%) h\u00f6her als im Vorjahr, und obwohl die Butterlager ca. 3&#8217;000 Tonnen \u00fcber dem Vorjahr lagen, wurden weitere 500 Tonnen Butterimporte beschlossen. Warum also noch mehr Importe? Was wollte man damit bezwecken?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine kl\u00e4rende Antwort liefert der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BO Milch, Stefan Kohler im Artikel des LID vom 4. Juli:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00abWenn sich in den n\u00e4chsten Monaten die Situation nicht beruhigt, wird es schwierig sein, den Milchpreis halten zu k\u00f6nnen\u00bb<\/em>, erkl\u00e4rt er darin. Das heisst im Klartext: Wenn die zu hohen Butterlager nicht verschwinden, wird der Milchpreis gesenkt. Mit den zu hohen Butterlagern hat man also das Argument geschaffen, um den Milchpreis runter zu dr\u00fccken!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr BIG-M ist das ein Skandal. Einmal mehr ist es der Milchindustrie gelungen, mit ihrer Marktmacht den Milchpreis unter Druck zu bringen. Wann wachen die Milchverb\u00e4nde endlich auf und setzen sich nachhaltig f\u00fcr die Interessen der Milchproduzenten ein? Die Unterst\u00fctzung der Politik w\u00e4re vorhanden, wie diverse Entscheide zum Milchmarkt zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein altes Problem ist wieder aktuell: Der Butterberg. Aktuell liegen rund 8&#8217;000 Tonnen Butter im Lager Schuld an diesem Desaster sind nicht etwa die Produzenten, denn die Milchproduktion war 2023 tiefer als in den Vorjahren. F\u00fcr diesen Butterberg \u00a0sind zwei Gr\u00fcnde verantwortlich: 1. Es wurde statt K\u00e4se vermehrt Butter hergestellt und 2. 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