Ausgeliefert!

Heute ist ein historisches Jubiläum: Vor genau 10 Jahren, am 1.4.2015 war die Zeit der Milchquote in der EU vorbei. Von da an durfte jeder Bauer soviel Milch produzieren, wie er wollte. An diesem Tag demonstrierte das European Milkboard in Brüssel mit einer symbolischen Aktion: Die Fahnen der EU Länder wurden heruntergeholt und an den Masten wurden die Logos von Nestlé, Campina, Arla, Laktalis usw. aufgezogen. An diesem Tag haben die Länder ihre Möglichkeiten aufgegeben, aktiv den Milchmarkt mit zu gestalten. Seither bestimmen die Milchkonzerne, wie der Hase läuft.

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Der Nationalrat erkennt die Wichtigkeit eines kostendeckenden Milchpreises

Wir erinnern uns: 2009 wurde in der Schweiz die Milchquote abgeschafft. Bei einzelnen Milchbauern kam Euphorie auf. Sie bauten grosse Ställe und vergrösserten ihre Kuhherden. Auch die Milchverarbeiter reagierten. Das bekannteste Beispiel ist Hochdorf, welche ihre Pulverkapazitäten enorm ausbaute. Sie gingen davon aus, dass jetzt die grossen Milchmengen fliessen. Sie sahen sich gar in der Pflicht, die überschüssige und entsprechend billige Milch abzunehmen und über billige 08-15 Produkte zu verramschen. Etwas später merkte man, dass man mit Ramschkäse noch die Verkäsungszulage abholen kann. Also wurden grosse Käsereien für Billigkäse gebaut, welche die bestehenden Sortenkäse unter Druck brachten. Das war alles andere als eine Qualitätsstrategie!

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