Die flächendeckende Schweizer Milchproduktion ist in Gefahr!

An der gestrigen Jahresversammlung der bäuerlichen IG für fairen Milchmarkt BIG-M war die Milchkrise das grosse Hauptthema. Grosse Sorgen macht den Versammlungsteilnehmern, dass die verschiedenen bäuerlichen Milchverkaufsorganisationen untereinander äusserst zerstritten sind. So wird uns die Milchkrise noch lange erhalten bleiben. Für uns ist aber klar: Wenn wir ein Überschussproblem am Milchmarkt haben, dann sind es allein die Produzentinnen und Produzenten, welche dieses Problem gemeinsam lösen müssen. An der BIG-M Versammlung vom 29.6. wurde darum eine Resolution (siehe Anhang) verabschiedet, in welcher die verschiedenen Organisationen aufgefordert werden, ihre Eigeninteressen zugunsten einer Gesamtlösung hintenanzustellen.

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Die unnötige Krise

Worauf wartet der SMP?

Die Milchkrise führt bei vielen Bäuerinnen und Bauern zu schlaflosen Nächten. Eine solidarische Lösung, welche von allen Milchproduzenten gemeinsam getragen wird, ist nicht in Sicht. Immer lauter kommt deshalb die Forderung nach einem Mengenmanagement oder einer Mengensteuerung auf. Sobald diese Wörter ausgesprochen werden wird von den Gegnern der Begriff ‚Milchkontingentierung‘ entgegengehalten. Völlig zu Unrecht!

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Altbekannte Probleme im Milchmarkt endlich lösen!

BIG-M blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Kaum konnten die Probleme mit der Blauzungenkrankheit einigermassen überwunden werden, lief der Milchmarkt europaweit aus dem Ruder. Der damit losgetretene Milchpreisrückgang zeigt einmal mehr, dass das fehlende Mengenmanagement immer wieder zu solchen, für die Landwirtschaft desaströsen Preiszusammenbrüchen führt. Im kommenden Jahr wird BIG-M deshalb den Druck verstärken, damit die Milchbranche dieses Thema nach 20 Jahren Ignoranz nun endlich angeht. Uns ist bewusst, dass weder der Handel, noch die Verarbeitung noch die Grossverteiler ein Interesse an einer marktkonformen Milchmenge haben, denn gerade die Überschusssituationen degradieren die Produzenten zu reinen Restgeldempfängern, also Bittstellern.

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Fragwürdiger Erfolg vom Käsefreihandel mit der EU

Seit 2007 gilt der Käsefreihandel mit der EU. Bis heute wird diese Liberalisierung von Politik und Wirtschaft als Erfolgsgeschichte kommuniziert. Warum moniert dann die Milchbranche, dass der teilliberalisierte Milchmarkt ein grosses Problem darstellt? Um Klarheit zu schaffen hat BIG-M Prof. Mathias Binswanger von der FHNW mit einer Studie zum Käsefreihandel mit der EU beauftragt.

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Eine Briefmarke für faire Milchpreise!

Die Milch wird in der Schweiz  nicht fair bezahlt. Fair wäre, wenn die Milchbäuerinnen und Milchbauern von ihrer geleisteten  Arbeit leben könnten .

BIG-M lanciert deshalb eine Briefmarke mit dem Logo für faire Milch: Die Kuh „Faironika“ in den Farben der Schweizerflagge. Die Briefmarke im Wert von Fr. 1.20 (A-Post) und Fr.1.- (B-Post) kann ab sofort bei uns bestellt werden. Auf einem Markenbogen hat es  12 Marken. Dieser kostet Fr.14.40 ( für A-Post) und Fr. 12.- (für B-Post) 

Bestellungen nimmt ab sofort unsere Kassiererin, Silvia Blickenstorfer,  per Mail entgegen  sile.blick@bluewin.ch

BIG-M bedankt sich für die Unterstützung dieser Aktion!   

Milchwirtschaft wohin?

Aus dem Rechenbuch 6. Klasse: Bauer Hermann verkaufte im Januar 10 000 Liter Milch. Auf der Milchabrechnung wird ihm mitgeteilt, dass er für 7000 Liter den  A Preis von 68 Rp/Liter bekommt. Wie hoch ist der Preis für die billige B Milch, wenn er für seine 10 000 Liter total 5900 Franken bekommt? 

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Zu den Bauernprotesten in Deutschland

Die heftigen Bauernproteste in Deutschland zeigen klar: Hier hat sich enorm viel Frust aufgestaut! Diesen Frust teilen wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen! Wir alle sind seit mehr als 20 Jahren konfrontiert mit laufend neuen Vorschriften und Verordnungen. Die Folgekosten all dieser Entscheide bleiben auf unseren Höfen liegen. Dazu kommen die jährlichen Budgetdebatten. Im Landwirtschaftssektor bedeutet eine Direktzahlungskürzung immer auch Einkommenskürzung. Denn am Markt interessiert das niemanden. Hier spielen erhöhte Produktionsanforderungen und Budgetkürzung keine Rolle.

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