Es hat zuviel Butter in den Schweizer Lagern. Die Branchenorganisation Milch BOM hat nun beschlossen, dass 2000 Tonnen Butter auf dem Weltmarkt entsorgt werden.
BIG-M stösst das sauer auf: Im Jahr 2023 wurden auf Antrag der BOM ausserordentliche Importe von 3’500 Tonnen Butter getätigt. Das war eindeutig zuviel. Dies hatte dann zur Folge, dass wir Ende 2023 einen Butterlagerbestand von 2500 Tonnen hatten.
Wie ein Damoklesschwert belastete dieser Überbestand das ganze laufende Jahr den Milchmarkt. Nun hat die BOM beschlossen, diesen Fehler zu korrigieren und 2000 Tonnen Butter auf dem Weltmarkt zu entsorgen. Um (Zitat BOM) „massiven Preisdruck zu verhindern“ sollen die Molkereimilchproduzenten zur Kasse gebeten werden. Sie sollen rund 4 Millionen Franken für die Verbilligung beisteuern. Dieses Geld wird ihnen am Milchpreis abgezogen.
Für BIG-M ist es ein Skandal, dass für Marktfehleinschätzungen die Milchbauern zur Kasse gebeten werden. Einmal mehr wird überdeutlich, welche Marktstellung die Milchproduzenten haben. Sie sind nach wie vor Restgeldempfänger. Schlimmer noch: Sie müssen auch noch für Fehleinschätzungen der nachgelagerten Stufe bezahlen. Wir sind in der Schweiz nach wie vor weit entfernt von einem Milchmarkt, in dem alle Partner gleichberechtigt auf Augenhöhe miteinander verhandeln. Dieser Missstand verhindert eine nachhaltige Milchwirtschaft.
Mit kämpferischen Grüssen BIG-M
In keiner anderen Branche kann so etwas passieren.