Die Branche soll entscheiden – aber nur die Bauern bluten

Die SMP wollen die Massnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes der BOM überlassen, da man «als Branche Lösungen finden will». In der jüngsten Medienmitteilung der BOM ist nun zu lesen, dass am 2. Juli 2026 die Kommission «Marktanalyse Milchbranche und Massnahmen» ihre Arbeit aufgenommen hat. Für BIG-M unverständlich, dass dies nicht schon vor Monaten geschehen war. Weiter ist der Medienmitteilung zu entnehmen, dass bereits ab Herbst wieder mit Milchüberschüssen zu rechnen ist. Die aktuelle Hitzeperjode weist zwar nicht in diese Richtung, aber zuwenig und zuviel liegen nahe beieinander.

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Die flächendeckende Schweizer Milchproduktion ist in Gefahr!

An der gestrigen Jahresversammlung der bäuerlichen IG für fairen Milchmarkt BIG-M war die Milchkrise das grosse Hauptthema. Grosse Sorgen macht den Versammlungsteilnehmern, dass die verschiedenen bäuerlichen Milchverkaufsorganisationen untereinander äusserst zerstritten sind. So wird uns die Milchkrise noch lange erhalten bleiben. Für uns ist aber klar: Wenn wir ein Überschussproblem am Milchmarkt haben, dann sind es allein die Produzentinnen und Produzenten, welche dieses Problem gemeinsam lösen müssen. An der BIG-M Versammlung vom 29.6. wurde darum eine Resolution (siehe Anhang) verabschiedet, in welcher die verschiedenen Organisationen aufgefordert werden, ihre Eigeninteressen zugunsten einer Gesamtlösung hintenanzustellen.

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Die unnötige Krise

Worauf wartet der SMP?

Die Milchkrise führt bei vielen Bäuerinnen und Bauern zu schlaflosen Nächten. Eine solidarische Lösung, welche von allen Milchproduzenten gemeinsam getragen wird, ist nicht in Sicht. Immer lauter kommt deshalb die Forderung nach einem Mengenmanagement oder einer Mengensteuerung auf. Sobald diese Wörter ausgesprochen werden wird von den Gegnern der Begriff ‚Milchkontingentierung‘ entgegengehalten. Völlig zu Unrecht!

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Fragwürdiger Erfolg vom Käsefreihandel mit der EU

Seit 2007 gilt der Käsefreihandel mit der EU. Bis heute wird diese Liberalisierung von Politik und Wirtschaft als Erfolgsgeschichte kommuniziert. Warum moniert dann die Milchbranche, dass der teilliberalisierte Milchmarkt ein grosses Problem darstellt? Um Klarheit zu schaffen hat BIG-M Prof. Mathias Binswanger von der FHNW mit einer Studie zum Käsefreihandel mit der EU beauftragt.

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Hüben wie drüben

Von einem höheren Milchpreis in der EU profitieren auch Schweizer Milchproduzenten

Der Milchpreis in der Schweiz liegt nach wie vor deutlich unter den Produktionskosten. Der Käsefreihandel mit der EU schwebt wie ein Drachen über dem einheimischen Milchmarkt. Der Lebensmittelhandel nutzt das gnadenlos aus: Entweder ihr liefert den Frischkäse zu einem tiefen Preis oder wir importieren ihn. Die Form der Milcherzeugung interessiert dabei nicht. Da interessiert einzig der Profit. Aus dieser Zwickmühle herauszukommen ist schwierig.

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Eine Briefmarke für faire Milchpreise!

Die Milch wird in der Schweiz  nicht fair bezahlt. Fair wäre, wenn die Milchbäuerinnen und Milchbauern von ihrer geleisteten  Arbeit leben könnten .

BIG-M lanciert deshalb eine Briefmarke mit dem Logo für faire Milch: Die Kuh „Faironika“ in den Farben der Schweizerflagge. Die Briefmarke im Wert von Fr. 1.20 (A-Post) und Fr.1.- (B-Post) kann ab sofort bei uns bestellt werden. Auf einem Markenbogen hat es  12 Marken. Dieser kostet Fr.14.40 ( für A-Post) und Fr. 12.- (für B-Post) 

Bestellungen nimmt ab sofort unsere Kassiererin, Silvia Blickenstorfer,  per Mail entgegen  sile.blick@bluewin.ch

BIG-M bedankt sich für die Unterstützung dieser Aktion!   

Die Bauern werden für Fehleinschätzungen der nachgelagerten Stufe zur Kasse gebeten

Es hat zuviel Butter in den Schweizer Lagern. Die Branchenorganisation Milch BOM hat nun beschlossen, dass 2000 Tonnen Butter auf dem Weltmarkt entsorgt werden.

BIG-M stösst das sauer auf: Im Jahr 2023 wurden auf Antrag der BOM ausserordentliche Importe von 3’500 Tonnen Butter getätigt. Das war eindeutig zuviel. Dies hatte dann zur Folge, dass wir Ende 2023 einen Butterlagerbestand von 2500 Tonnen hatten.

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