Lange Zeit machte es den Eindruck, dass BIG-M als einzige Organisation die Notwendigkeit einer Mengensteuerung im Milchmarkt sah. In letzter Zeit mehren sich aber die Stimmen in der Presse, welche genau eine solche fordern.
Im Zürcher Bauer vom 20. Februar 2026 wird eine konkrete Lösung aufgezeigt, welche den SMP bereits in der letzten Krise vor 8 Jahren präsentiert wurde. So soll eine reine Produzentenlösung geschaffen werden, welche in Krisenzeiten einen freiwilligen Lieferverzicht gegen eine angemessene Entschädigung ermöglichen würde.
Auch ausserhalb der Milchbranche ist dieses Thema aktuell. Bekanntlich haben auch die Schweinebauern regelmässig Probleme mit einbrechenden Preisen. Im Schweizer Bauer ist zu lesen, dass an der nächsten Delegiertenversammlung eine Mengensteuerung gegen dieses Problem installiert werden soll.
Leider ist Suisseporcs den SMP weit voraus. Es scheint, dass die SMP bisher nicht mehr zustande gebracht zu haben, als hilflos zu Produktionseinschränkungen bei den Bauern und Solidarität bei den Verarbeitern und Detailhändler aufzurufen. Was nützt ein Verband, welcher sich in guten Zeiten nicht auf die Krise vorbereitet und in der Krise handlungsunfähig ist?
Wenn die SMP auch in dieser Krise nicht handeln, stellt sich BIG-M die Frage, ob in der Führungsetage mal ausgemistet werden muss. Die langjährigen Mitglieder von Vorstand und Geschäftsleitung sind offensichtlich nicht fähig oder willig, um etwas zu ändern. Im Frühling finden die meisten Versammlungen der POs/PMOs statt. Müssen da schon personelle Diskussionen zu den SMP geführt werden?
