Die unnötige Krise

Worauf wartet der SMP?

Die Milchkrise führt bei vielen Bäuerinnen und Bauern zu schlaflosen Nächten. Eine solidarische Lösung, welche von allen Milchproduzenten gemeinsam getragen wird, ist nicht in Sicht. Immer lauter kommt deshalb die Forderung nach einem Mengenmanagement oder einer Mengensteuerung auf. Sobald diese Wörter ausgesprochen werden wird von den Gegnern der Begriff ‚Milchkontingentierung‘ entgegengehalten. Völlig zu Unrecht!

Wir alle kennen das traurige Kapitel: Die Milchkontingentierung deckelte die Produktion auf einer gewissen Höhe. Über Jahre hinweg war aber die Gesamtmilchmenge zu hoch, so dass die Überschüsse in Form von Käse mit Millionen von Steuergeldern über die Käseunion im Ausland entsorgt werden musste. Als Mengensteuerungsinstrument hat sie deshalb versagt und wurde zu Recht vom Parlament abgeschafft; leider ohne zugleich die Rahmenbedingungen für eine vernünftige Nachfolgeregelung festzulegen.

In der Folge wurden dann sämtliche Bemühungen für ein Mengenmanagement gebodigt. Dabei zeigt gerade die aktuelle Krise wie wichtig eine von allen Milchproduzenten mitgetragene Lösung wäre. In Zeiten, wo die Nachfrage grösser ist als die Produktion kann auf eine Mengensteuerung verzichtet werden. Eine Krise wie die jetzige hätte aber mit einem Mengenmanagement verhindert werden können.

Eine Mengensteuerung soll nicht mit starren Mengen einschränken, sondern mit wirtschaftlichen Anreizen jene belohnen, welche sich im Sinne des Gesamtmarktes verhalten. Eine solche Lösung zu erarbeiten ist Aufgabe unserer Dachorganisation SMP. Darauf zu warten, dass sich Verarbeiter und Detailhänder in der BOM für höhere Milchpreise einsetzen ist blauäugig und aus Sicht von BIG-M eine Arbeitsverweigerung. Wir wiederholen hier nochmals die Frage vom Zürcher Bauernverband: „Worauf wartet der SMP“?

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