Der Milchpreis muss sich an den Produktionskosten orientieren

Die Branchenorganisation Milch BOM hat ihren Entscheid , den Milchpreis für A Milch ab dem 1.2.26 bis Ende Jahr einzufrieren, revidiert. Damit hat sie ein neues Kapitel aufgeschlagen. 

Der Dürresommer 2026 verteuert die Milchproduktionskosten enorm. Raufutter ist Mangelware, dementsprechend steigen die Preise. Dass die BOM nun darauf reagiert hat und den Richtpreis angehoben hat ist ein positives Signal an die Milchviehbetriebe: Die Kosten der Produktion sollen sich auch im Milchpreis widerspiegeln. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar liegt der ausbezahlte Milchpreis immer noch deutlich unter den durchschnittlichen Produktionskosten und diese Lücke muss über kurz oder lang geschlossen werden. Aber seit ihrer Gründung hat sich die BOM standhaft geweigert, dass die Kosten der Bauern für die Milchpreisfestsetzung berücksichtigt werden . Man kann davon ausgehen, dass dieser Wechsel innerhalb der BOM sehr umstritten war, denn in der Medienmitteilung steht: “Der Entscheid für eine Preiserhöhung fiel erst nach langer und intensiver Diskussion.“ Möglicherweise hatte hier auch der grosse Druck von bäuerlichen Organisationen einen entscheidenden Einfluss. BIG-M nimmt das Erwachen der Produzentenvertreter mit Genugtuung zur Kenntnis. Es bleibt zu hoffen, dass die Abnehmerseite jetzt nicht einfach einen Rachefeldzug startet, und noch mehr auf billige Importware setzt. BIG-M wird die Milchstatistik der nächsten Monate deshalb genau prüfen.

Mit kämpferischen Grüssen BIG-M

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