Der Horrorsommer 2026 ist noch nicht überstanden. In vielen Regionen ist die Not der Rinderbauern unvorstellbar. Dieser Sommer wird die Strukturen in der Milchproduktion nachhaltig verändern.
Neben der Trockenheit sehen sich die Milchproduzenten diesen Sommer mit einem Milchpreis konfrontiert, welcher weit weg von einer Kostendeckung ist. BIG-M hat eine Umfrage bei den Mitgliedern gemacht und die Milchgeldabrechnungen vom Juli 26 von verschiedenen Milchkäufern mit den Abrechnungen vom Juli 2025 verglichen . Die Rückmeldungen lassen aufhorchen: Der aktuell ausbezahlte Milchpreis liegt je nach Käufer zwischen 3 bis 9 Rappen tiefer als vor einem Jahr! Dieses Resultat beweist eindrücklich, dass die Milchpreisbildung weit weg von der bäuerlichen Realität ist. Sie widerspiegelt nur die Machtmacht innerhalb der Milchbranche.
BIG-M fordert angesichts der aktuell katastrophalen Situation, dass die Milchpreisbildung revidiert wird. Im Zentrum müssen die aktuellen Produktionskosten stehen! Die BOM ist gefordert, dass sie ihren Auftrag endlich wahrnimmt und dafür sorgt, dass von der Wertschöpfung im Milchmarkt alle Stufen gleichmässig profitieren. Die Milchproduzenten müssen seit jeher die Produktionsrisiken selber tragen. Damit sind sie aktuell sehr gefordert. Es ist aber völlig unfair, dass die Verarbeiter und der Handel ihnen auch noch alle Marktrisiken aufbürden.
Mit kämpferischen Grüssen
BIG-M
