Die heftigen Bauernproteste in Deutschland zeigen klar: Hier hat sich enorm viel Frust aufgestaut! Diesen Frust teilen wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen! Wir alle sind seit mehr als 20 Jahren konfrontiert mit laufend neuen Vorschriften und Verordnungen. Die Folgekosten all dieser Entscheide bleiben auf unseren Höfen liegen. Dazu kommen die jährlichen Budgetdebatten. Im Landwirtschaftssektor bedeutet eine Direktzahlungskürzung immer auch Einkommenskürzung. Denn am Markt interessiert das niemanden. Hier spielen erhöhte Produktionsanforderungen und Budgetkürzung keine Rolle.
„Zu den Bauernprotesten in Deutschland“ weiterlesenMilchpreismisere: Den Hebel am richtigen Ort ansetzen!
Leider geht auch dieses Jahr zu Ende, ohne dass das dringendste Problem der Milchwirtschaft angegangen worden ist: Die völlig ungenügende Entlohnung der Arbeit, welche in der Milchviehhaltung anfällt. Um diesen Missstand zu beheben, muss der Hebel jetzt an zwei Orten angesetzt werden. Erstens: Die Milchproduzenten müssen im Markt auf Augenhöhe über Menge und Preis verhandeln können. Bisher hat sich die Branchenorganisation Milch BOM nicht auf einen verbindlichen Milchkaufvertrag einigen können , in welchem Preis (in Rp/KG) und Menge (in Kg) geregelt werden. Ohne vertragliche Mengenabmachungen bleiben die Produzenten Restgeldempfänger.
„Milchpreismisere: Den Hebel am richtigen Ort ansetzen!“ weiterlesenDie Branchenorganisation Milch hat versagt!
Nun ist es Tatsache: Trotz gestiegener Produktionskosten in der Milchviehhaltung, trotz drohender Kürzung der Direktzahlungen und trotz immer neuen Butterimportgesuchen senkt die Branchenorganisation Milch BOM den Milchpreis für A Milch. Womit sollen die Milchbauernfamilien ihre steigenden Lebenshaltungskosten im nächsten Jahr bezahlen können?
„Die Branchenorganisation Milch hat versagt!“ weiterlesenWas nichts kostet, ist nichts wert
Am kommenden Freitag den 17. November muss die Branchenorganisation Milch BOM Farbe bekennen: Nimmt sie ihre Aufgabe „Steigerung der Wertschöpfung auf allen Stufen“ ernst , oder ist sie eine Organisation, welche nach dem Motto funktioniert: „Verarbeitung und Handel zuerst“.
„Was nichts kostet, ist nichts wert“ weiterlesenMehr Nachhaltigkeit durch Preisdumping?
Die ELSA, die konzerneigene Molkerei der Migros, senkt bei ihren Lieferanten den Preis. Natürlich kommuniziert sie dies nicht so, sondern sie schreibt von einem „ Marktabzug“ von 1 bis 2 Rappen. Die Faktenlage: Die ELSA produziert fast ausschliesslich Milchprodukte im geschützten Marktsegment. Für dieses Segment gilt der von der BOM festgelegte Richtpreis für A Milch von 81 Rappen/Liter. BIG-M geht davon aus, dass wegen diesem Marktabzug kein Milchprodukt billiger wird. Wozu denn diese Preissenkung bei den Lieferanten?
„Mehr Nachhaltigkeit durch Preisdumping?“ weiterlesenDie Migros diktiert der Aaremilch den Milchpreis
Mit der faktischen Übernahme der Aaremilch durch die Migros (offiziell nur zu 50%), hat die Berner Produzentenorganisation gleichzeitig auch jegliche Selbständigkeit aufgegeben. Den Beweis dazu liefert sie gerade: Per 1. Juli senkt sie ihren Produzenten den Milchpreis um einen Rappen! Und das, obwohl sie im Infoschreiben erwähnt, dass der Richtpreis unverändert ist, im Moment die Milchmengen von Woche zu Woche rückläufig sind, das Wetter im Frühjahr schlecht war und darum die Futterqualität mässig ist. Die Aaremilch bringt den Mut nicht auf, diese Preissenkung ehrlich zu kommunizieren und spricht daher lapidar von „Marktabzug“. Kommt dazu, dass im Juli der grösste Anteil der gemolkenen Menge im geschützten Segment ist, und somit eigentlich gar kein Anlass besteht, den Preis zu senken.
„Die Migros diktiert der Aaremilch den Milchpreis“ weiterlesenDer Nationalrat hat von den Manövern der BOM die Schnauze voll
Butterimport soll künftig nur noch dann bewilligt werden, wenn der ausbezahlte Milchpreis in der Schweiz kostendeckend ist! Das hat der Nationalrat mit deutlichem Mehr beschlossen als er einer Motion von Meret Schneider (Grüne) zustimmte. Die klägliche Gegenargumentation von Agrarminister BR Parmelin zeigte, dass er noch nicht begriffen hat, dass es seit Jahren eine Krise in der Milchwirtschaft gibt. Für BIG-M zeigt das Resultat vor allem, dass der Nationalrat erkannt hat, dass es auf dem eingeschlagenen Weg nicht mehr so weitergehen kann.
„Der Nationalrat hat von den Manövern der BOM die Schnauze voll“ weiterlesen15 Jahre Milchstreik – und noch immer keine Marktmacht!
Vor 15 Jahren, genauer: am 27. Mai 2008, startete in der Schweiz der grosse Milchstreik. Es war der letzte grosse Aufstand der Milchbäuerinnen und Milchbauern gegen ihre Markt-Ohnmacht. Auslöser waren damals die ungenügenden Milchpreise. Im Frühjahr 2008 stiegen die Milchpreise im Ausland Monat für Monat unaufhörlich an. Dank der Marktmacht der Milchabnehmer fand dieser Anstieg bei uns aber nicht statt. Das brachte das Fass zum überlaufen.
„15 Jahre Milchstreik – und noch immer keine Marktmacht!“ weiterlesenDer Kniefall des Preisüberwachers vor den Grossverteilern
Der Preisüberwacher untersuchte die Margen von Label – und Bio-Produkten bei den beiden orangen Riesen. Er stellte (für uns wenig überraschend) fest, dass diese überhöht sind. Die Migros verhinderte eine Veröffentlichung des Berichtes mit rechtlichen Schritten. Darüber berichteten die Medien aber erst später.
„Der Kniefall des Preisüberwachers vor den Grossverteilern“ weiterlesenWohin will die Milchwirtschaft?
Jedes Jahr erscheinen im Februar die Zahlen zur Milchproduktion des vergangenen Jahres. Auch dieses Jahr steht darin nichts neues: Weniger Milchkühe und weniger, dafür grössere Milchproduktionsbetriebe. Erschreckend ist jedoch, dass dieser Trend um einiges schneller vorangeht, als von BIG-M befürchtet.
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